
Kooperation mit Norgren
Mit Unterstützung der Industrie- und Handelskammern und der regionalen Arbeitgeberverbände wurde in NRW einaufgebaut. Aus Einzelpartnerschaften wie zwischen der Realschule Alpen und ihrem benachbarten Industrieunternehmen Norgren entstehen regionale Kooperationsnetze, in denen sich eine neue Kultur partnerschaftlicher Zusammenarbeit entwickelt.
Dieses Bündnis für Bildung soll helfen, Sprachlosigkeit zu überwinden und Vorurteile bei Schülern und Lehrern gegenüber der Industrie und ihren Produkten abzubauen.
Es ist ein sozialpolitischer Beitrag des Unternehmens, über die Berufsorientierung hinaus fächerübergreifende, praxisnahe Lernfelder mit der Schule zu gestalten.
Für fast alle Unterrichtsfächer lassen sich Zugänge zum Unternehmen finden, die helfen, die engen und oft realitätsfernen Unterrichtsinhalte durch moderne und praxisnahe Bildungskonzepte zu ersetzen.
Schülerinnen und Schüler und Lehrerinnen und Lehrer wissen in der Regel kaum etwas über die Industrieunternehmen in ihrem Umfeld, und sie beschäftigen sich nur unzureichend mit den Anforderungen des Berufslebens. Diese mangelnden Kenntnisse und Erfahrungen stabilisieren das negative Image von Industrie, mit entsprechenden Auswirkungen für die Wirtschaft. Der Mangel an Auszubildenden für den gewerblich-technischen Bereich gilt als eines der Symptome.
Am Beispiel der Firma Norgren gewinnen Schüler und Schülerinnen ein differenziertes und realistisches Bild von der industriellen Wirklichkeit. Ein System unterschiedlicher Aktivitäten, von der unterrichtlichen Verwendung von Daten und Fakten des Unternehmens über die Diskussion mit Mitarbeitern bis zu Erkundungen im Betrieb, sorgt dafür, dass sich die Schülerinnen und Schüler in den verschiedensten Fächern immer wieder mit dem Nachbarunternehmen beschäftigen. Durch ihre Teilnahme am Kooperationsnetz investiert Norgren in die Zukunft, indem sie den wichtigsten Standortfaktor - die Akzeptanz industrieller Aktivitäten durch die Bevölkerung - positiv beeinflusst.
Mittels konkreter Kooperationsvereinbarungen soll die langfristige und vielschichtige Zusammenarbeit zwischen Schule und Unternehmen professionell organisiert werden. Das zentrale Element der Partnerschaft der Realschule Alpen und Norgren ist daher die am 20.6.2000 unterzeichnete Kopperationsvereinbarung.
Hier haben Schule und Unternehmen gemeinsam Inhalte und Ziele der Partnerschaft festgelegt. Die Inhalte bewegen sich über Bilderausstellungen durch die Schule im Unternehmen, Betriebserkundungen und Betriebspraktika von Schülern und Schülerinnen und Lehrern, - für Schülerinnen und Schüler auch im Ausland, -
Bewerbungstraining für Schülerinnen und Schüler, Ausbilderhospitationen im Mathematikunterricht bis zur Bereitstellung von Anschauungsmaterial für den Unterricht.
Hierdurch wird wesentlich dazu beigetragen, dass zum einen die Schule sich öffnet und eine Stärkung in ihrer Berufsorientierung erfährt und zum anderen Norgren seine Öffentlichkeitsarbeit und Arbeitsmarktkontakte verbessert.

Im Juni 2010 wurde in einer Festveranstaltung das 10-jährige Bestehen dieser Kooperationsvereinbarung - übrigens eine der ersten am Niederrhein - gefeiert.
Professor Vollmer, Begründer des Kooperationsnetzes Schule-Wirtschaft, Vertreter der Schule und von Norgren und Mitarbeiter der Unternehmerschaft Niederrhein lobten die gute und konstruktive Zusammenarbeit.
Anhand einer Ausstellung konnten sich alle Anwesenden der Feierstunde- Gäste, Schüler und Schülerinnen, Elternvertreter und das Kollegium der Realschule Alpen -
ein umfangreiches Bild von der gelungenen Kooperation machen.
Der Erfolg der konstruktiven Zusammenarbeit wurde im November 2010 gekrönt :
Die Firma Norgren hat für die Zusammenarbeit mit der Realschule Alpen unter 200 beteiligten Firmen den Unternehmenspreis 2010 des Landes NRW gewonnen.
In einer Feierstunde im Landtag in Düsseldorf wurde im Beisein der Ministerin für Schule und Weiterbildung, Frau Löhrmann, und des Ministers für Bauen und Verkehr, Hernn Voigtsberger, in Anwesenheit hochrangiger Vertreter aus der Wirtschaft der Preis an leitende Mitarbeiter von Norgren und der Schulleitung der Realschule Alpen übergeben.
Kontakte ab der 5. Klasse
Fächerübergreifender Erstkontakt der Schülerinnen und Schüler:
Die Schülerinnen und Schüler besuchen in der Kennenlernwoche den Schulgarten der Realschule, der auf dem Betriebsgelände der Firma Norgren liegt.
Der Leiter der Betriebswerkstatt begrüßt alle neuen Schüler und Schülerinnen mit einem kleinen Willkommensgruß.
Mathematik und Technik
Im Technikunterricht findet eine Unterstützung durch Experten zu den Themen Metallarbeiten und Pneumatik statt.
Praktika bei Norgren
Schüler der 8. Klasse des Technikkurses nehmen an einem Tagesbetriebspraktikum in der Lehrwerkstatt der Firma Norgren teil. Sie nutzen die Möglichkeit, dort den Werkstoff Metall zu bearbeiten.
Einige Schülerinnen und Schüler absolvieren ihr allgemeines dreiwöchiges Schülerbetriebspraktikum bei der Firma IMI Norgen im kaufmännischen und betrieblichen Bereich.
Durch die Auslandskontakte der Firma Norgren können auch für einzelne Schülerinnen und Schüler Auslandspraktika vermittelt werden. Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufe 10 fahren in Begleitung der Schulleitung zu Standorten der Firma Norgren im Ausland, u. a Lichfield ( England) und Brünn (Tschechien ).
In der jährlich stattfindenden Projektwoche, die die Schüler des Technikkurses 9 in der Werkstatt von Norgren durchführen, ist in diesem Jahr ein pneumatischer Flipperautomat gebaut worden.
Lehrerbetriebspraktika wurden ebenfalls schon mehrfach durchgeführt.
Berufswahl - Arbeit und Gesellschaft
Mitarbeiter der Firma Norgren geben an Informationsabenden Informationen zur Berufsorientierung.
Am Tag der offenen Tür ist Norgren stets mit einem Informationsstand vertreten.
Die Mitbestimmung und weitere Themen aus der Arbeitswelt können am konkreten Beispiel IMI Norgren im gesellschaftswissenschaftlichen Unterricht behandelt werden.
Schulung für Mitarbeiter
Im Informatikraum der Realschule werden Mitarbeiter der Firma Norgren durch einen Lehrer der Realschule im Umgang mit Bürosoftware geschult.
Auzubildene erhalten speziell im Bereich Physik mit Hilfe der in der Realschule vorhandenen Lehr- und Lernmittel eine zusätzliche Schulung.
Mit der Firma Gardemann Hebebühnen, die ebenfalls in Alpen ansässig ist, wurde vor Jahren ein Kunstleasing-Vertrag abgeschlossen.
Die Realschule Alpen Alpen - hier vor allem der Wahlpflichtbereich Kunst - stellt der Firma Gardemann regelmäßig Kunstwerke zur Verfügung, die in den Räumen von Gardemann ausgestellt werden.
Im Gegenzug erhält die Realschule Alpen einen Geldbetrag, der für zusätzliche und außergewöhnliche Anschaffungen im Kunstbereich verwendet wird.